1946 – 2017

„Versucht die Welt ein bisschen besser zu verlassen als ihr sie vorgefunden habt.“

Lord Baden-Powell

Am 22. Oktober 2017 ist FM Kurt „Kurti“ Weinberger völlig unerwartet von uns gegangen.

Für uns war er einer der wichtigsten Pfadfinder. Er hat in den 1970er und 1980er Jahren den Grundstein gelegt um die XIII. Kolonne zu einer der größten Gruppen im Pfadfinderbund zu machen. Viele Dinge, die uns heute so selbstverständlich und wichtig sind, sind durch ihn in unsere Gruppe gebracht und durch sein Engagement erst zum Leben erweckt worden. Vor allem aber hat er unser Pfadfinderheim, geprägt durch seine Leidenschaft zur Schifffahrt und den nordgermanischen Völkern zu dem gemacht was es heute ist. Eine Wirkungsstätte für Menschen jedes Alters, die sich der Sehnsucht nach dem Abenteuer und der Freiheit hingeben.

 

Seine pfadfinderische Heimat war die XIII Kolonne und „sein“ Heim war die Weimarerstrasse, die er entscheidend mitgestaltet hat. Kurt ist Mitte der 50er Jahre als Wölfling in die Kolonne XIII eingetreten, war in verschiedensten Gruppen, Funktionen und Ämtern tätig. Im Jahr 1980 wird Kurt Feldmeister und zum Kolonnenführer der XIIIer ernannt.

 

Auch in der Bundeskanzlei erfüllt Kurt in  unterschiedlichsten Funktionen seine Arbeit und tut dies immer mit großer Verlässlichkeit.

  • BFM Stv,
  • LFM Stv,
  • Kommissär Führerschule
  • Kommissär Rover
  • Referent für Infrastruktur etc, etc.

Der ÖPB hat Kurt für seine wertvolle Mitarbeit mehrfach und berechtigt ausgezeichnet:

  • 1980 Dankabzeichen Pro Merito in Silber
  • 1984 Dankabzeichen Pro Merito in Gold,
  • 1990 silberne Gemse und
  • 2003 goldene Gemse.

Aber all diese Funktionen und Titel beschreiben FM Kurt Weinberger nur unzureichend.

 

Viele von uns haben seine große Verlässlichkeit, seinen hohen Einsatzwille, und seine Vorbildwirkung als Pfadfinder erlebt! Bis zuletzt hat er sein Denken in den Dienst der Jugendarbeit, des ÖPB und seiner XIIIer gestellt. Unzählige Lagerfeuer und Singkreise waren bereichert durch seine markante Stimme. Bis zum Schluss hat er uns seine Ideen und „jung gebliebenen“ Gedanken mitgeteilt und uns eingeladen das zu erhalten was für ihn wichtige  Pfadfinder,- und ÖPB – Substanz war.

 

Kurt war ein Mensch der sich nicht in den Vordergrund gedrängt hat. Aber wenn er gerufen wurde, hat er sich in den Dienst der Idee und der Sache gestellt. Ein für ihn typisches Erlebnis wollen wir noch aufzählen: da er sich die Teilnahme am offiziellen Trupp zum Jamboree nach Marathon nicht leisten konnte, ist er, gemeinsam mit seinem Freund, nach Griechenland getrampt. Er wollte bei dem großen Pfadfindertreffen dabei sein und hat dies auf seinem, eigenen Weg geschafft. Kurt hat die Pfadfindertugend „seinen eigenen Weg“ zu suchen und zu finden gelebt.

 

Immer wieder suchen wir die Definition für „den Pfadfinder“.

Kurti hat uns diese Definition ein Leben lang vorgelebt und uns mit auf den Weg gegeben.

 

FM Kurt Weinberger wurde unter großer Anteilnahme des Österreichischen Pfadfinderbundes am 7. November 2017 am Dornbacher Friedhof verabschiedet.

 

Gut Pfad und ruhe in Frieden!

In ewiger Erinnerung deine 13er

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